Ringvorlesung

Termine im Sommersemester 2022

03. Mai, 18:00 – 20:00 Uhr

Rassismuskritische Schule als Utopie?“, Podiumsdiskussion mit Akteur*innen aus der Praxis:

Nilüfer Aldmeri • Büro für Integration Kreis Groß-Gerau

Sabrina Becker • Bildungsstätte Anne Frank

Hannes Loh • Helios Gesamtschule Köln

Iva Hradskä, Murat Güngör • Goethe-Universität Frankfurt am Main

Zugangsdaten:

https://uni-frankfurt.zoom.us/j/61272121313?pwd=Y2hNQTNlVTlwaEVpWmcwRS95eVNLZz09

Meeting-ID: 612 7212 1313
Kenncode: 055021

09. Mai, 18:00 – 19:30 Uhr

Dennis Barasi (Universität Bremen): Rassismuskritik in der universitären Lehrer*innenbildung der Migrationsgesellschaft

Der Vortrag basiert auf einer Studie, welche die diskursive Aushandlung von Migration im Lehramtsstudium rassismuskritisch untersucht. Die vorgestellten Forschungsergebnisse der Dissertationsstudie beruhen auf Beobachtungen in erziehungswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen zu den Themenfeldern „Rassismuskritik“ und „Digitale Medien“, einem Praktikumsbegleitseminar der Physikdidaktik sowie Forschungs-Gesprächen mit Lehramtsstudierenden. Anhand der Ergebnisse konzeptualisiert der Vortrag diskursive Aushandlungsstrategien, die sich im Sprechen über Rassismus formieren. Die Vorlesung versteht das Lehramtsstudium hierbei als diskursiven Möglichkeitsraum, der maßgeblich in ökonomisierender Art und Weise geordnet ist. Die Regelsysteme dieses Diskursraums ermöglichen es, in einer bestimmten Weise (nicht) über Rassismus sprechen zu können. Resultierend aus diesen Regelsystemen und den darin wirkenden Aushandlungsstrategien werden Konklusionen bezüglich der rassismusrelevanten Wissensproduktion im Lehramtsstudium der Migrationsgesellschaft dargelegt.

Zugangsdaten:

https://uni-bremen.zoom.us/j/96975286793?pwd=S3NiZzFqbUxtVzh5VzFXbElvQ3dyZz09 

Meeting-ID: 969 7528 6793 Kenncode: 297248

23. Mai, 18:00 – 19:30 Uhr

Prof. Jeff Bale (University of Toronto): Centering Multilingualism and Challenging Racism in Teacher Education (Eng + Dt)

This presentation is based on a three-year study of teacher education and multilingualism in Toronto, Ontario, Canada. The presentation has three parts. First, it describes the linguistic and racial ordering of schools in Ontario, Canada. Second, drawing on critical research in both English and German, it describes how teacher education programs both reflect that linguistic and racial ordering, but often also reproduce it through teacher “training.” Third, the presentation shares perspectives from teacher candidates who participated in the study. Many of these candidates are themselves multilingual and racialized, and hold positive attitudes about supporting multilingual learners and learning to use multilingual teaching practices in the classroom. However, teacher candidates in our study also struggled to put these positive attitudes into practice. This final part of the presentation focuses on this contradiction, and suggests how teacher educators can better support teacher candidates in challenging linguicism and racism at school through their teaching practice.

Zugangsdaten:

https://uni-bremen.zoom.us/j/96975286793?pwd=S3NiZzFqbUxtVzh5VzFXbElvQ3dyZz09 

Meeting-ID: 969 7528 6793 Kenncode: 297248

27. Juni 2022, 18:15 – 19:45 Uhr

Prof. Dr. Carmen Mörsch (Kunsthochschule Mainz), Jun. Prof. Dr. Constantin Wagner (Uni Mainz) und Dr. Yalız Akbaba (Uni Mainz):
Trapped in History: Kontinuitäten von Gewaltverhältnissen in Bildungskontexten

Bildungsinstitutionen sind zentral mitverantwortlich für die Reproduktion sozialer Ungleichheit, auch und während sie versuchen, gegen diese zu arbeiten. Der Vortrag zeigt im ersten Abschnitt am Beispiel der Genese von kultureller Bildung (die historisch mit dem Entstehen moderner Sozialer Arbeit verbunden ist), wie kulturelle Bildung einerseits als „Bildung der Anderen“ bestehende Machtverhältnisse reproduziert, andererseits aber auch Momente von Solidarität, Kritik und Selbstorganisation transportiert (und somit als emanzipatorisches Projekt verstanden werden kann). Der zweite Teil verdeutlicht exemplarisch anhand der Islamdarstellung europäischer Schulbücher, wie zeitgenössische Bildungsmaterialien versuchen, auf Kritik zu reagieren, indem sie wertschätzende Darstellungen des „islamischen Mittelalters“ (Al-Andalus) in ihre Erzählung integrieren, gleichzeitig aber das dominante Master-Narrativ nicht auflösen. Im dritten Teil des Vortrags zeigen wir, welche Mechanismen der Wiederherstellung weißer Hegemonie bei der expliziten Thematisierung von Rassismus in der Hochschullehre wirksam werden – und inwiefern hierdurch trotzdem folgenreiche Irritationen erreicht werden können.

Zugangsdaten:

https://us02web.zoom.us/j/88973535004
Meeting-ID: ⁨‭889 7353 5004‬⁩

4. Juli 2022, 18:15 – 19:45 Uhr

Prof. Dr. Carmen Mörsch (Kunsthochschule Mainz), Jun. Prof. Dr. Constantin Wagner (Uni Mainz) und Dr. Yalız Akbaba (Uni Mainz): Diskriminierungskritische Interventionen in bestehende Dominanzverhältnisse

Angesichts der permanenten Re-Aktualisierung von historisch gewachsenen Gewaltverhältnissen in der Bildungsarbeit, welche am 27.6. unter dem Titel „Trapped in History“ herausgearbeitet wurde, zeigt sich die Notwendigkeit einer Aus- und Weiterbildung von Pädagog_innen, welche diese Re-Aktualisierung unterbricht. Im ersten Teil des Beitrags werden an einem Fallbeispiel aus der bildungswissenschaftlichen universitären Lehre Überlegungen zu Momenten des Gelungenseins in der diskriminierungskritisch perspektivierten Bildung angestellt. „Postmigrantische Kompetenz“ dient dabei als heuristisches Konzept, um über die Möglichkeit von Allianzen in kollektiven Bildungssettings nachzudenken. Der zweite Teil widmet sich anhand eines aktuellen Bildungsmaterials der Frage nach den Voraussetzungen dieses – immer ambivalenten – Gelingens. Im März 2022 wurden „Diskriminierungskritische Perspektiven an der Schnittstelle von Bildung und Kunst“ veröffentlicht (diskrit-kubi.net). Dabei handelt es sich um Materialien zum Selbstgebrauch, die Praktiker_innen an der Schnittstelle von Kunst und Bildung dabei unterstützen, ihre Arbeit aufmerksam für Machtverhältnisse, einfallsreich für soziale Gerechtigkeit und so wenig gewaltvoll wie möglich zu gestalten. Diese Bildungsmaterialien werden in ihren konzeptuellen Grundlagen vorgestellt und ihre konkreten Anwendungsmöglichkeiten diskutiert.

Zugangsdaten:

https://us02web.zoom.us/j/88932650880
Meeting-ID: ⁨‭889 3265 0880‬⁩

Ausstehende Veranstaltungen

(NACHHOLTERMIN WIRD NOCH BEKANNT GEGEBEN)

What can we learn from critical race theory to analyse and address racism in schools?  – A discussion with David Gillborn (University of Birmingham), moderiert von Nkechi Madubuko (Autorin „Empowerment als Erziehungsaufgabe“, Diversity-Trainerin), Ellen Kollender und Mechtild Gomolla (Helmut-Schmidt Universität Hamburg)

In Great Britain, there has been a longer tradition of addressing structural and institutional racism than in Germany. This is especially true in the education sector. At different times policies to tackle racism have been implemented in educational authorities, school organizations, or in teacher training. However, an extensive body of academic studies has made visible the systematic mechanisms of racism in multiple overt and subtle ways which pupils of color experience within education. Such racism has resulted in severe destructive consequences for the educational and life chances of children and youth from certain minoritized groups.

In this moderated talk, internationally renowned (educational) sociologist and racism researcher David Gillborn (University of Birmingham) will shed light on the manifestations and mechanisms of racism and how it has been addressed in the education system in England. In particular, what can be learned from critical race theory – an approach which originated in North American law schools in the 1980s and which David Gillborn has adapted for the analysis of racism in contemporary education in Great Britain –, and how can different layers of racism be addressed in German schools?

Das Gespräch findet in englischer Sprache statt, eine Transkription und Übersetzung des Gesprächs ist geplant. Diese kann circa einen Monat nach der Veranstaltung auf der Website des Netzwerks oder über eine Mail an folgende Adresse angefordert werden: ivb-veranstaltungen@hsu-hh.de 

Zugangsdaten:

https://us02web.zoom.us/j/88094338255?pwd=WXEwb1JvTWIrVEd6Z0JEM1hVbmJFZz09

Meeting-ID: 880 9433 8255
Passwort: 494524

Termine im Wi/Se 2021/22

4. & 26.10.21, 18-20 Uhr

Schüler*innen & Studierende: Rassismuskritische Schule & Intersektionalität und Rassismuskritische Schule & materialistische Rassismuskritik

15. November, 18.00 – 19.30 Uhr

Prof. Clea Schmidt (Manitoba University) und Dr. Brahim Ould Baba (The Manitoba Teachers‘ Society): Challenging Systemic Racism and Discrimination in Schools: The Experiences of Internationally Educated Teachers (IETs) in Manitoba, Canada

In this presentation, we problematize aspects of anti-racism education in the context of Canada, where pro-multicultural discourse and superficial efforts at inclusion can mask deep social and institutional inequities for students, teachers, and communities of colour. We share evidence collected in the course of research and advocacy on behalf of the provincial teachers’ union to support the certification and professional integration of internationally educated teachers in Manitoba, Canada. We connect IETs’ professional trajectories to broader concerns about racism and discrimination in schools, and argue that equity initiatives to support racism-free schools must necessarily include concrete initiatives to diversify the predominantly white, Canadian-born, monolingual English-speaking teaching.

29. November, 18.00 – 19.30 Uhr

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen): Zur Persistenz alarmistischer Diskurse um das muslimische Kopftuch im Berufsfeld Schule

Als die Referendarin Fereshta Ludin 1998 ihr Recht auf das Tragen eines Kopftuches einklagte, hat sie wohl nicht geahnt, dass es der Rechtsstreit zwischen ihr und dem Land Baden-Württemberg bis vor das Verfassungsgericht schaffen würde. Auch heute noch, 23 Jahre später, bleibt das Kopftuch auf dem Haupt der muslimischen Lehrerin ein alarmistisch diskutiertes Politikum. Zwei Jahrzehnte empirischer Befunde, die belegen, dass es vielfältige individuelle Gründe gibt für die Entscheidung, ein Kopftuch zu tragen, haben daran ebenso wenig etwas geändert, wie die Tatsache, dass keine Fälle aus der Praxis bekannt geworden sind, in denen kopftuchtragende Lehrerinnen Schülerinnen religiös indoktriniert hätten. Inzwischen gehört eine kopftuchtragende weibliche Figur zu jeder graphischen Darstellung des Feierns gesellschaftlicher Vielfalt. Wie lässt sich die Persistenz des Problemdiskurses Kopftuch und die Diskrepanz zwischen gesellschaftlicher Normalisierung und Skandalisierung im Raum Schule erklären? Der Vortrag will dieser Frage nachgehen.

Gabriele Boos-Niazy, Aktionsbündnis muslimischer Frauen (AmF): Zwei Jahrzehnte Kopftuchdebatte und kein Ende? Rechtslage und Einblicke aus der Beratungspraxis

Vor rund 23 Jahren begann die Debatte um das Kopftuch im Schuldienst. Zwischen 2004 und 2006 wurde der Eintritt in den Schuldienst in acht Bundesländern als Berufsfeld für kopftuchtragende Frauen mit unüberwindlichen Hürden versehen. Erst 2015 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass diese Verbote verfassungswidrig waren – Berlin ignoriert dieses Urteil bis heute und hält an den Verboten fest. Was war der Anlass dieser sogenannten Kopftuchverbote? Wie wurden sie argumentiert? Welche Auswirkungen hatten sie auf die Betroffenen und ihr Umfeld? Auch sechs Jahren nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts herrscht für Lehramtsstudentinnen, Referendarinnen und Lehrerinnen nicht eitel Sonnenschein, denn Stereotype, die politisch und medial geschaffen und verbreitet wurden (und werden), wirken lange, werden Teil des Fremd- und Selbstbildes. Im Vortrag wird die Rechtslage zum Erscheinungsbild von Beamt*innen dargestellt sowie von der Beratungsarbeit des Vereins berichtet.

Termine im SoSe 2021

Expert*innen der Schule als Schüler_innen, Lehrende, Studierende und aus der Wissenschaft, der Schulentwicklung, Verwaltung und der außerschulischen Bildung: Rassismuskritische Schule? Ein Polylog*

*Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt und wird von Gebärdensprachdolmetscher*innen von 17 bis 20 Uhr begleitet.

Rassismuskritische Schule? Ein Polylog war die Auftaktveranstaltung der Ringvorlesung Rassismuskritische Schule in 2021 und 2022. Die Ringvorlesung mündet im Jahr 2022 in eine Konferenz, die Inhalte und (neue) Fragen der Ringvorlesung aufgreifen wird. Ringvorlesung und Konferenz werden quer durch das Land online durch Teile des Netzwerks als Gastgeber*innen veranstaltet. 

Zunächst hat sich das Netzwerk Rassismuskritische Schulpädagogik kurz vorgestellt und einen kurzen Ausblick auf die weiteren Vorlesungen im SoSe 2021 gegeben. Danach sind wir etwa 2,5 Stunden gemeinsam mit unseren Gesprächspartner*innen in einem vielstimmigen Wissen in einen Polylog über eine Reihe übergeordneter Themen Antworten und/oder weitere Fragen getreten.

Unsere Gäste waren Expert*innen der Schule als Schüler*innen, Lehrende, Studierende und aus der Wissenschaft, der Schulentwicklung, der Verwaltung und der außerschulischen Bildung.

Am Ende der Veranstaltung haben wir uns noch ein wenig Zeit genommen, um über Erwartung an die Arbeit des Netzwerks, die weitere Ringvorlesung und die Konferenz zu sprechen. Um 20 Uhr schloß dann der offizielle Teil der Veranstaltung. Von 20 bis 20.30 Uhr gab es die Möglichkeit, in digitalen Räumen den Abend im Austausch oder zur Vernetzung ausklingen zu lassen.*

*Das Netzwerk Rassismuskritische Schulpädagogik hat während aller Veranstaltungen das Hausrecht. Einschüchterung, Belästigung, beleidigende, diskriminierende, abwertende oder erniedrigende Sprache und Verhalten durch jegliche Teilnehmenden werden nicht akzeptiert und hat den Ausschluss von der Veranstaltung zur Folge. Darunter fallen u.a. auch belästigende Bild- und Tonaufzeichnungen oder Sendungen via Chat, Stalking sowie vorsätzlich störendes Verhalten, das zur wiederholten Unterbrechung von Teilen der Veranstaltung führt.

14. Juni, 17 – 18.45 Uhr

Karim Fereidooni (Bochum) und Nina Simon (Leipzig): Rassismuskritische Fachdidaktik 

Basierend auf Erläuterungen zu Rassismus, Rassismuskritik sowie einem Plädoyer für eine theoretisch informierte, kritisch-reflexive und sich als Kulturwissenschaft verstehende Fachdidaktik geht dieser Vortrag der Frage nach, unter welchen Prämissen rassismuskritische Fachdidaktik (er)möglich(t) werden kann und welche Herausforderungen damit verbunden sind. Die Notwendigkeit einer bisher nur marginal vertretenen rassismuskritischen Perspektive auf rassismusrelevante Sachverhalte in den Fachdidaktiken stellt dabei den Ausgangspunkt der nachfolgenden Betrachtung dar. Dies ist auch insofern von Bedeutung, als dass den Fachdidaktiken neben dem Generieren wissenschaftlicher Erkenntnisse die Aufgabe zukommt, diese in fachdidaktische Umsetzungsvorschläge zu übersetzen, nicht zuletzt deshalb, um Lehramtstudent_innen, Referendar_innen und Lehrer_innen einen Zugang zum Feld rassismuskritischer Fachdidaktik zu ermöglichen.

28. Juni, 16 – 18.15 Uhr

Ahmet Atasoy (Netzwerk Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte NRW) und Deborah Krieg (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt a.M.): Perspektiven auf das Verhältnis von Rassismuskritik und Fachdidaktik

Diskriminierungsschutz gewährleisten – ein (un)sichtbares Handlungsfeld des Netzwerks Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte in NRW!?

„Könnt ihr bitte helfen, ich kann nicht mehr!“ Lehramtsstudierende, Referendar*innen und erfahrene Lehrkräfte klagen vermehrt über selbsterlebte oder beobachtete Rassismuserfahrungen im Schulkontext, die sie stark belasten. Teilweise deprimiert suchen sie Unterstützung beim Netzwerk Lehrkäfte mit Zuwanderungsgeschichte NRW. Doch kann das Netzwerk helfen? Wenn ja, wie? Die Landeskoordination führt seit über 15 Jahren auf verschiedenen Handlungsfeldern vielseitige Aktivitäten als Teil der landessweiten Integrationsarbeit durch. In den letzten Jahren hat sich zusätzlich ein weiteres (un)sichtbares Handlungsfeld entwickelt. In dem Vortrag werden aus Sicht des Netzwerks Chancen und Herausforderungen rassismuskritischer Perspektiven diskutiert und strukturelle Empfehlungen zur Institutionalisierung von Diskriminierungsschutz in Schulen ausgesprochen.

Die Bildungsstätte Anne Frank arbeitet seit 1997 zu Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung in Geschichte und Gegenwart. Dabei verbinden sich Perspektiven der außerschulischen Jugendarbeit, der Erwachsenenbildung, der institutionellen Beratung und Begleitung von z.B. Schulen, der Ausstellungsdidaktik sowie der Beratung von Betroffenen. Aus diesem Querschnitt haben sich unterschiedliche Ansätze und Haltungen und Formate entwickelt, die immer auch entlang der Frage nach einer gelingenden, rassismuskritischen Schulkultur diskutiert und reflektiert wurden.

Präsentationsfolien zum Vortrag


Idee und Konzept der Ringvorlesung

Mit der Ringvorlesung Rassismuskritische Schule möchte das Netzwerk Rassismuskritische Schulpädagogik Ansätze, Ideen und Bedarfe für eine rassismuskritische Schule und Schulpädagogik thematisieren und diskutieren. Die Ringvorlesung vereint unterschiedliche Vortrags- und Diskussionsformate, die an verschiedenen Universitäten quer durch das Land 2021 und 2022 veranstaltet werden.

Mit Akteur*innen aus Bildungspolitik, Schule, Schulbehörden, antirassistischen Bildungsinitiativen und Wissenschaft fragen wir, wie Schule organisiert und Schulpädagogiken gestaltet sein sollten, damit sie sensibel für unterschiedliche Formen von Rassismus sind. Dabei thematisieren wir auch Kontinuitäten und Diskontinuitäten von Rassismus in und im Kontext von Schule, mit dem Ziel der Reflexion und Veränderung rassifizierender Strukturen im deutschen Schulsystem.

Es werden Ringvorlesungen u.a. zu folgenden Themenschwerpunkten entwickelt (work in progress): 

  • (Fach-)Didaktiken und Rassismuskritik (Technischen Universität Dortmund / Justus-Liebig Uni Universität Gießen)
  • Das Engagement von Schüler*innen- und Studierendengruppen gegen Rassismus (Schüler*innen- und Studierendengruppen zusammen mit EOTO, Berlin)
  • Zugänge zur Schule als Arbeitsmarkt – Eine rassismuskritische Perspektive (Universität zu Köln)
  • Die Rolle von Schulpolitik und Bildungsadministrationen (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg / Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
  • Schulkultur und Rassismuskritik (Goethe-Universität Frankfurt/ Carl von Ossietzky Universität Oldenburg/Johannes-Gutenberg-Universität Mainz)
  • Die Rolle kultureller und politischer Bildung bei der Gestaltung rassismuskritischer Schule und Schulpädagogik (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz)
  • Rassimuskritik in der universitären Lehrer*innenbildung (Universität Bremen)

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung soll die Ringvorlesung Raum zur Vernetzung schaffen sowie Leerstellen, zentrale Inhalte und Fragen offenlegen, die im Zentrum einer im Herbst 2022 geplanten, öffentlichen Konferenz stehen sollen. 

Die Veranstaltungen der Ringvorlesung finden vorerst digital statt. Die konkreten Themen, Termine und Gäste der Veranstaltungen geben wir im Laufe der nächsten Wochen bekannt.

Zudem informieren wir hierüber auf unseren Social-Media-Kanälen (Facebook: Ringvorlesung Rassismuskritische Schule / Instagram: netzwerkrassismuskritikschule).