SAVE THE DATE

Termine der Ringvorlesung „Rassismuskritische Schule“ im Wintersemester 2021/22

Wie geht es nach den zwei Vorlesungen zu Rassismuskritischer [Fach]Didaktik im Sommersemester und der Sommerpause mit der Ringvorlesung weiter? Im Rahmen der Ringvorlesung werden Expert*innen aus Schule & Studium im Oktober zwei Vorlesungen gestalten. Schüler*innen & Studierende laden am 4.10. & am 26.10.2021 jeweils von 18-20.00 Uhr zu Vorlesungen Rassismuskritische Schule und Intersektionalität sowie Rassismuskritische Schule und Materialistische Rassismuskritik ein.

Darauf folgen am 15. und 29. November jeweils von 18.00 bis 19.30 Uhr Vorträge von Prof. Clea Schmidt (Manitoba University) zusammen mit Dr. Brahim Ould Baba (The Manitoba Teachers‘ Society) sowie von Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen) und Gabriele Boos-Niazy, Aktionsbündnis muslimischer Frauen (AmF).

Weitere Infos zu den Themen und digitalen Zugangsmöglichkeiten:

https://us06web.zoom.us/j/85421602325?pwd=RG01Zk9sREFRbFQ2YkQvOExGTTNRZz09

Meeting-ID: 854 2160 2325
Kenncode: 710715

15. November, 18.00 – 19.30 Uhr

Prof. Clea Schmidt (Manitoba University) und Dr. Brahim Ould Baba (The Manitoba Teachers‘ Society):

Challenging Systemic Racism and Discrimination in Schools: The Experiences of Internationally Educated Teachers (IETs) in Manitoba, Canada

In this presentation, we problematize aspects of anti-racism education in the context of Canada, where pro-multicultural discourse and superficial efforts at inclusion can mask deep social and institutional inequities for students, teachers, and communities of colour. We share evidence collected in the course of research and advocacy on behalf of the provincial teachers’ union to support the certification and professional integration of internationally educated teachers in Manitoba, Canada. We connect IETs’ professional trajectories to broader concerns about racism and discrimination in schools, and argue that equity initiatives to support racism-free schools must necessarily include concrete initiatives to diversify the predominantly white, Canadian-born, monolingual English-speaking teaching.

https://uni-koeln.zoom.us/j/94764774658?pwd=VXBmd0h1Q0pRYTBLdEtpd0MvUEtDQT09

Meeting-ID: 947 6477 4658

Passwort: 283071

29. November, 18.00 – 19.30 Uhr

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen):

Zur Persistenz alarmistischer Diskurse um das muslimische Kopftuch im Berufsfeld Schule.

Als die Referendarin Fereshta Ludin 1998 ihr Recht auf das Tragen eines Kopftuches einklagte, hat sie wohl nicht geahnt, dass es der Rechtsstreit zwischen ihr und dem Land Baden-Württemberg bis vor das Verfassungsgericht schaffen würde. Auch heute noch, 23 Jahre später, bleibt das Kopftuch auf dem Haupt der muslimischen Lehrerin ein alarmistisch diskutiertes Politikum. Zwei Jahrzehnte empirischer Befunde, die belegen, dass es vielfältige individuelle Gründe gibt für die Entscheidung, ein Kopftuch zu tragen, haben daran ebenso wenig etwas geändert, wie die Tatsache, dass keine Fälle aus der Praxis bekannt geworden sind, in denen kopftuchtragende Lehrerinnen Schülerinnen religiös indoktriniert hätten. Inzwischen gehört eine kopftuchtragende weibliche Figur zu jeder graphischen Darstellung des Feierns gesellschaftlicher Vielfalt. Wie lässt sich die Persistenz des Problemdiskurses Kopftuch und die Diskrepanz zwischen gesellschaftlicher Normalisierung und Skandalisierung im Raum Schule erklären? Der Vortrag will dieser Frage nachgehen.

Gabriele Boos-Niazy, Aktionsbündnis muslimischer Frauen (AmF):

Zwei Jahrzehnte Kopftuchdebatte und kein Ende? Rechtslage und Einblicke aus der Beratungspraxis

Vor rund 23 Jahren begann die Debatte um das Kopftuch im Schuldienst. Zwischen 2004 und 2006 wurde der Eintritt in den Schuldienst in acht Bundesländern als Berufsfeld für kopftuchtragende Frauen mit unüberwindlichen Hürden versehen. Erst 2015 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass diese Verbote verfassungswidrig waren – Berlin ignoriert dieses Urteil bis heute und hält an den Verboten fest. Was war der Anlass dieser sogenannten Kopftuchverbote? Wie wurden sie argumentiert? Welche Auswirkungen hatten sie auf die Betroffenen und ihr Umfeld? Auch sechs Jahren nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts herrscht für Lehramtsstudentinnen, Referendarinnen und Lehrerinnen nicht eitel Sonnenschein, denn Stereotype, die politisch und medial geschaffen und verbreitet wurden (und werden), wirken lange, werden Teil des Fremd- und Selbstbildes. Im Vortrag wird die Rechtslage zum Erscheinungsbild von Beamt*innen dargestellt sowie von der Beratungsarbeit des Vereins berichtet.

https://uni-koeln.zoom.us/j/97627274193?pwd=Z3NoVEtjcUh5TmNtejA3U0tHamlWdz09

Meeting-ID: 976 2727 4193

Passwort: 447883